Therapieverfahren & Arbeitsweise

So individuell wie der Mensch selbst

Kein Mensch gleicht dem anderen – und ebenso wenig gibt es für jedes Anliegen den einen therapeutischen Weg. Deshalb arbeite ich nicht nach einem starren Schema, sondern verbinde unterschiedliche therapeutische Verfahren und Methoden individuell miteinander.

Psychische Belastungen können durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst werden. Erfahrungen aus der eigenen Lebensgeschichte, Glaubenssätze, Beziehungsmuster, der Umgang mit sich selbst und aktuelle Lebensumstände können miteinander verbunden sein, sich gegenseitig beeinflussen und bei psychischen Belastungen eine Rolle spielen. Manchmal zeigt sich im Verlauf der Therapie, dass hinter einem zunächst klar erscheinenden Thema weitere Ebenen liegen. Wir arbeiten uns Schritt für Schritt vor – in Ihrem Tempo und mit dem, was für Sie gerade wichtig und therapeutisch sinnvoll ist.

Systemisch denken – Zusammenhänge verstehen

Ein systemischer Blick zieht sich durch verschiedene Bereiche meiner therapeutischen Arbeit. Dabei wird der Mensch nicht isoliert betrachtet, sondern auch im Zusammenhang mit seinen Beziehungen, Erfahrungen und seinem sozialen Umfeld.

Familie, Partnerschaften und andere wichtige Bezugspersonen können unser Denken, Fühlen und Verhalten mitprägen. Deshalb können wir bei Bedarf auch Beziehungsmuster, Rollen und wiederkehrende Dynamiken betrachten und unterschiedliche Perspektiven einnehmen.

Um Zusammenhänge anschaulicher zu machen, können beispielsweise Figuren oder andere visuelle Hilfsmittel eingesetzt werden. So lassen sich Beziehungen, Situationen oder innere Anteile sichtbar machen und gemeinsam aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Diese systemische Perspektive findet sich sowohl in der lösungsfokussierten Kurzzeittherapie nach Steve de Shazer als auch in der systemischen Hypnotherapie wieder.

Lösungsfokussierte Kurzzeittherapie

Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist die lösungsfokussierte Kurzzeittherapie nach Steve de Shazer. Im Mittelpunkt steht weniger die ausführliche Analyse eines Problems als die Frage, was sich verändern soll und wie ein gewünschter Zustand aussehen könnte.

Dabei richten wir den Blick auf Ihre vorhandenen Stärken und Ressourcen: Was funktioniert bereits? Wann tritt ein Problem weniger stark oder vielleicht gar nicht auf? Was ist dann anders? Und welcher kleine nächste Schritt könnte Sie Ihrem Ziel näherbringen?

Ein zentraler Grundgedanke dieses Ansatzes ist, dass Sie selbst der Experte für Ihr Leben sind. Meine Aufgabe sehe ich darin, Sie durch gezielte Fragen, neue Perspektiven und therapeutische Impulse dabei zu unterstützen, Ihre vorhandenen Ressourcen wahrzunehmen und eigene, für Sie stimmige Lösungen zu entwickeln. Dabei können bereits kleine Schritte neue Entwicklungen anstoßen.

Gedanken, Glaubenssätze & Werte

Wie wir über uns selbst, andere Menschen und die Welt denken, beeinflusst auch, wie wir Situationen erleben und auf sie reagieren. Viele Gedanken, Bewertungen und Verhaltensweisen laufen automatisch ab und sind uns im Alltag kaum bewusst.

Hier können Elemente aus der kognitiven Verhaltenstherapie einfließen. Gemeinsam betrachten wir konkrete Situationen genauer: Welche Gedanken oder Bewertungen tauchen auf? Welche Gefühle und körperlichen Reaktionen sind damit verbunden? Wie verhalten Sie sich daraufhin – und welche Auswirkungen hat dies wiederum auf Sie oder die Situation?

Auch zwischen den Sitzungen kann es hilfreich sein, solche Beobachtungen festzuhalten. Dadurch können wiederkehrende Zusammenhänge und Muster sichtbarer werden. Gedanken und Glaubenssätze können bewusster wahrgenommen und überprüft sowie alternative Sicht- und Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden.

Auch die eigenen Werte können eine wichtige Orientierung geben: Was ist Ihnen im Leben wirklich wichtig? Welche Werte möchten Sie in Ihren Beziehungen, Ihrem Beruf oder im Umgang mit sich selbst leben? Und gibt es Bereiche, in denen Ihr heutiges Handeln vielleicht nicht mehr mit diesen Werten übereinstimmt?

Je nach Thema kann auch die Arbeit mit inneren Anteilen oder dem inneren Kind hilfreich sein. Dabei geht es darum, eigene Bedürfnisse, Gefühle und frühere Erfahrungen bewusster wahrzunehmen und einen neuen Umgang damit zu entwickeln.

Achtsamkeit – bewusster wahrnehmen und handeln

Als Achtsamkeitstrainerin ist mir ein bewusster Umgang mit dem eigenen Erleben besonders wichtig. Achtsamkeit bedeutet, den gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen, ohne ihn unmittelbar zu bewerten. Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen dürfen zunächst beobachtet werden, ohne sofort darauf reagieren zu müssen.

Je nach Anliegen lassen wir deshalb Achtsamkeits- und Wahrnehmungsübungen in die therapeutische Arbeit einfließen. Dabei geht es nicht darum, unangenehme Gedanken oder Gefühle auszublenden, sondern ihnen bewusster zu begegnen und einen anderen Umgang mit ihnen zu entwickeln.

So kann zwischen einem inneren Impuls und der eigenen Reaktion mehr Raum entstehen – und damit die Möglichkeit, bewusster zu entscheiden, wie Sie mit einer Situation umgehen möchten.

Hypnose als Teil meiner therapeutischen Arbeit

Auch Hypnose kann – wenn Sie dies möchten und es für Ihr Anliegen sinnvoll ist – Bestandteil der therapeutischen Arbeit sein. Dabei unterscheide ich zwischen unterstützender Suggestionshypnose und der vertieften Arbeit mit systemischer Hypnotherapie.

Unterstützende Suggestionshypnose kann ressourcenorientiert eingesetzt werden, beispielsweise um Entspannung, innere Sicherheit oder hilfreiche innere Vorstellungen zu fördern. Sie kann andere therapeutische Verfahren ergänzen, ohne dass dabei aufdeckend gearbeitet werden muss.

Die systemische Hypnotherapie ermöglicht eine vertiefte Arbeit mit möglichen Ursachen und emotionalen Hintergründen heutiger Beschwerden und wiederkehrender Muster. In Hypnose können beispielsweise innere Bilder, frühere Situationen, Gefühle oder Beziehungserfahrungen zugänglich werden, die mit dem heutigen Erleben in Verbindung stehen. Dabei können sowohl Erfahrungen aus der eigenen Lebensgeschichte als auch familiäre und zwischenmenschliche Zusammenhänge eine Rolle spielen.

Mit früheren Situationen verbundene Gefühle und Körperempfindungen können dabei bewusst erlebt und in die therapeutische Arbeit einbezogen werden. Anschließend geht es darum, die damit verbundene emotionale Belastung zu lösen und das Erlebte aus der heutigen Perspektive neu einzuordnen.

Manche Menschen kommen gezielt zu mir, weil sie mit systemischer Hypnotherapie arbeiten möchten, andere entscheiden sich vielleicht erst im Verlauf dafür. Selbstverständlich ist auch eine therapeutische Begleitung ganz ohne Hypnose möglich.

Was Sie bei mir erwartet

Welche Verfahren und Methoden wir einsetzen, legen wir nicht zu Beginn für den gesamten therapeutischen Prozess fest. Was hilfreich ist, kann sich im Verlauf verändern. Manchmal steht zunächst das Verstehen im Vordergrund, manchmal die Stabilisierung oder eine konkrete Veränderung im Alltag. An anderer Stelle kann es sinnvoll sein, tieferliegende emotionale Themen zu bearbeiten.

Therapie darf sich entwickeln – Schritt für Schritt und orientiert an Ihnen als Mensch. Mein Ziel ist dabei nicht, Ihnen einen vorgegebenen Weg zu zeigen, sondern Sie dabei zu begleiten, Zusammenhänge besser zu verstehen, eigene Ressourcen zu nutzen und neue Möglichkeiten für sich zu entwickeln.