Systemische Hypnotherapie in Düsseldorf

Manche belastenden Gefühle und wiederkehrenden Muster lassen sich auf der bewussten Ebene gut verstehen – und trotzdem gelingt es nicht immer, sie allein dadurch zu verändern.

In meiner Praxis in Düsseldorf verbinde ich psychotherapeutische Arbeit mit systemischer Hypnotherapie. Dabei können wir uns nicht nur mit dem beschäftigen, was Sie heute belastet, sondern auch mit möglichen emotionalen Hintergründen und Zusammenhängen.

Ob systemische Hypnotherapie für Ihr persönliches Anliegen geeignet ist, besprechen wir zunächst in Ruhe. Hypnose ist dabei keine Voraussetzung für eine therapeutische Begleitung in meiner Praxis.

Was ist systemische Hypnotherapie?

Viele Menschen verbinden mit Hypnose zunächst Showhypnose oder die Vorstellung, die Kontrolle abzugeben. Therapeutische Hypnose hat damit nichts zu tun. Sie bleiben während der Hypnose ansprechbar und entscheiden selbst, was Sie mitteilen und worauf Sie sich einlassen möchten.

Hypnose ist ein Zustand fokussierter Aufmerksamkeit, bei dem die Wahrnehmung stärker nach innen gerichtet wird. Dabei kann sich die Aufmerksamkeit stärker auf innere Bilder, Gefühle und Körperempfindungen richten. In der systemischen Hypnotherapie nutzen wir diesen Zugang, um mögliche emotionale Hintergründe heutiger Belastungen und wiederkehrender Muster zu erkunden.

Suggestionshypnose und aufdeckende Hypnotherapie

Bei einer unterstützenden Suggestionshypnose werden hilfreiche Vorstellungen und Suggestionen eingesetzt, um beispielsweise Entspannung, innere Sicherheit oder gewünschte Zustände zu unterstützen.

Die aufdeckende systemische Hypnotherapie geht einen anderen Weg. Hier stehen mögliche Ursachen und emotionale Hintergründe heutiger Belastungen oder wiederkehrender Muster im Mittelpunkt. Mithilfe der Hypnose können damit verbundene innere Bilder, Situationen, Gefühle und Körperempfindungen zugänglich und in die therapeutische Arbeit einbezogen werden.

Der systemische Blick

„Systemisch“ bedeutet, den Menschen nicht nur für sich allein zu betrachten. Auch Beziehungen, die Herkunftsfamilie und familiäre Zusammenhänge können in die therapeutische Arbeit einbezogen werden.

Vor Beginn erhalten Sie deshalb einen ausführlichen Anamnesebogen sowie einen Stammbaum. Dadurch können wir wichtige biografische und familiäre Zusammenhänge erfassen und berücksichtigen, wenn sie für Ihr Anliegen von Bedeutung sind.

In der Hypnose können sich unterschiedliche Bereiche zeigen: Erfahrungen aus der eigenen Lebensgeschichte, Erleben im Zusammenhang mit der Schwangerschaft sowie Themen oder Bilder, die mit dem Familiensystem und früheren Generationen verbunden werden.

Manchmal entstehen darüber hinaus Bilder oder Szenen, die wie Erfahrungen aus einem „früheren Leben“ erscheinen. Ob solche Bilder ein tatsächliches Geschehen abbilden, lässt sich nicht feststellen und ist für die therapeutische Arbeit nicht entscheidend. Sie werden als innere Bilder betrachtet und nur dann einbezogen, wenn sie im therapeutischen Prozess von selbst auftauchen.

Aufdeckende Arbeit braucht eine gute Vorbereitung

Aufdeckende Hypnotherapie ist keine reine Entspannungsbehandlung. Sie setzt die Bereitschaft voraus, sich auch belastenden Gefühlen und inneren Bildern zuzuwenden.

In den therapeutischen Vorgesprächen besprechen und erarbeiten wir deshalb zunächst ausführlich Ihr Anliegen und Ihre persönlichen Ziele. Dabei erkläre ich Ihnen in Ruhe den Prozess und den genauen Ablauf einer Hypnosesitzung. So haben Sie bereits vor Ihrem Hypnosetermin die Möglichkeit, offene Fragen zu klären.

Gemeinsam schauen wir, wann eine solche Arbeit für Sie sinnvoll ist. Je nach Situation können zunächst Stabilisierung, Ressourcenarbeit oder Achtsamkeit im Vordergrund stehen, bevor wir mit der aufdeckenden Hypnotherapie beginnen.

Wie läuft eine Hypnosesitzung ab?

Die eigentliche Hypnosesitzung findet an einem separaten Termin statt. Zu Beginn führe ich Sie in einen hypnotischen Trancezustand. Ihre Aufmerksamkeit richtet sich dabei zunehmend nach innen.

Anschließend beginnt die aufdeckende Arbeit. Ausgehend von Ihrem Anliegen und dem damit verbundenen Erleben können innere Bilder, Situationen, Personen, Gefühle oder Körperempfindungen in den Vordergrund treten. Die damit verbundenen Emotionen werden bewusst erlebt und anschließend mithilfe einer bestimmten Technik „entkoppelt“ und losgelassen.

Danach geht es darum, Wirklichkeit und Verantwortlichkeit zu klären und das Erlebte aus der heutigen Perspektive einzuordnen: Was gehört zu Ihnen und Ihrer Verantwortung – und was gehört möglicherweise zu einer anderen Person? Je nachdem, was sich während der Sitzung zeigt, können dabei auch eine innere Aussprache, Abgrenzung oder die Arbeit mit dem inneren Kind eine Rolle spielen.

Worum geht es dabei?

Vergangene Erfahrungen lassen sich nicht ungeschehen machen. Entscheidend ist, welche Bedeutung und emotionale Wirkung sie heute noch für Sie haben.

Es geht deshalb nicht darum, lange in der Vergangenheit zu bleiben, sondern mögliche Zusammenhänge zu erkennen und Veränderung im Hier und Jetzt zu ermöglichen.